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Gastgeberstadt
Landsberg am Lech
Eine moderne Stadt mit Tradition


Die Stadt Landsberg am Lech erwartet Sie als Gastgeber der Oldtimer-Rallye „Herkomer-Konkurrenz“ . Fühlen Sie sich wohl in unserer romantischen mittelalterlichen Stadt am Lech mit dem besonderen Flair, und der deutschen Heimat von Prof. Sir Ritter Hubert von Herkomer sowie der Herkomer-Konkurrenz.





Landsberg am Lech -
eine moderne Stadt mit Tradition und Geschichte
 
 
Die erste Schönheit der Stadt Landsberg liegt im Lechspiegel. In dem wunderbaren, ruhig klaren Wasser am Brückenwehr, in dem der Fluß das weite Bild einer türmereichen Stadtkrone auffängt“ schreibt der namhafte bayerische Kunsthistoriker und Inhaber des Lehrstuhls für Kunstgeschichte an der Technischen Universität München, Hans Karlinger 1920 in seinem Buch ‚Aus Altbayern. Städte und Landschaften’. Und weiter: „Das ist die zweite Schönheit in der Stadt: der Marktplatz. Man mag in zu allen Tageszeiten abgehen, man mag Haus für Haus prüfen, um schließlich zu entdecken, dass Schöneres da und dort und anderswo steht, man wird die Herrlichkeit dieses Platzes nicht ausschöpfen. Wo soll der Blick fester anhängen: an der zierlichen pompösen Rathausfassade, an dem gotischen Stadtturm, an dem Brunnen, dem Herzen dieses allerschönsten Platzes in Südbayern“, führt Hans Karlinger seine Liebeserklärung an Landsberg am Lech fort. Mit diesen beiden Beschreibungen malt der Bayernkenner Hans Karlinger ein literarisches Bild von Landsberg am Lech, wie es treffender nicht geht.
 
Die Stadt Landsberg am Lech fasziniert durch ihre reizvolle landschaftliche Lage am Steilufer des Lechs und durch das einmalig schöne historische Altstadtbild. Das tosende Lechwehr des nur teilweise gebändigten wilden Gebirgsflusses, der noch gut erhaltene Stadtmauerring, mit seinen vielen Türmen und Toren, durch die man in die Stadt mit ihrem unverwechselbaren Hauptplatz gelangen kann, auf dem sich die Häuser Schulter an Schulter aneinander anschmiegen als wollten sie sich gegenseitig stützen und empor helfen, vermittelt auch demjenigen, der unbeschwert von allem historischen Wissen nur die Schönheiten dieser Stadt genießen will, einen unverwechselbaren bleibenden Eindruck. Majestätisch empfängt den Besucher, der sich von Western her über die Karolinenbrücke der Altstadt nähert oder vom Mutterturm her auf die Altstadt schaut, die Stadtsilhuette, deren Häuser und geschichtsträchtigen Gebäude sind den Steilhang des Lechufers hinausziehen und wie auf Logenplätzen thronend auf den tief eingebetteten Lech herabzublicken scheinen. Ehrfurcht macht sich breit bei dieser imposanten Ansicht. Ein ganz anderes Bild zeigt sich dem, der von Norden her die Stadt betritt. Ihm begegnet Kaufmannsgeist und Landsbergs Tradition als Handelsstadt an der Grenze von Altbayern zu Schwaben, gepaart mit stolzem Bürgertum entgegen. Liebevolle Boutiquen, Läden und traditionsreiche Gasthöfe der zahlreichen früheren Brauereien heißen den Bürger und Kunden im Schatten der mächtigen katholischen Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt im Vorderen Anger sowie im Hinteren Anger willkommen. Und wer die steile Alte Bergstraße – die Route der früheren Salzstraße - vom Hauptplatz aus hinauf zum 36 Meter hohen Bayerntor stapft oder von dort in die Altstadt heruntergeht, fühlt sich unversehens ins Mittelalter zurück versetzt. Man hört förmlich die Eisen beschlagenen Räder der Pferdefuhrwerke auf dem Kopfsteinpflaster knirschen und an den Bordsteinen bremsend entlangschrammen, damit die schweren Wagen nicht mit ungeheuerer Wucht den steilen Weg des Lechsteilhanges hinabdonnern. Die Türen der Häuser an der Alten Bergstraße mussten deshalb zurück gesetzt und durften tagsüber nicht verschlossen sein, damit sich die Pferdeführer jederzeit retten konnten. Bis Dezember 1936 galt deshalb in dieser Straße als einzige Ausnahme in Deutschland auch Linksverkehr. Umgeben ist die Mittelalterliche Stadt von den Dörfern und ihren heutigen Stadtteilen Ellighofen, Erpfting, Pitzling und Reisch , die sich ihren ländlichen Charakter bewahrt haben und idyllisch eingebettet zwischen Wäldern und Wiesen liegen.
 
Die Gründungsgeschichte der Stadt Landsberg am Lech lässt sich nur annähernd erforschen. Als gesichert gilt, dass Herzog Heinrich der Löwe im Jahre 1158 die bedeutende Salzstraße auf eine südlichere Route verlegte, so dass diese durch Landsberg am Lech verlief. Er ließ eine Brücke über den Lech bauen und zu deren Schutz die vorhandene Burg Phetine zu einer neuen größeren Anlage, genannt „Castrum Landespurch“, ausbauen. Im Schutze dieser Burg entstand eine rasch wachsende Ansiedlung, die schon im 13. Jahrhundert das Stadtrecht erhielt und bald ‚Landesperch’ später ‚Landtsperch’ genannt wurde, woraus sich der Name Landsberg entwickelte. Aufgrund ihrer exponierten Lage, mit Sonderrechten ausgestattet, begünstigt durch die Salzstraße sowie durch das sich schnell entwickelnde Handwerk, wurde Landsberg im späten Mittelalter zu einer der wohlhabendsten und bedeutendsten Städte Bayerns mit etwa 4000 Einwohnern. Die vielen erhaltenen baulichen Schätze lassen den Reichtum und das Selbstbewusstsein der Bevölkerung erahnen. Allerdings wurde Landsberg auch immer wieder von kriegerischen Auseinandersetzungen heimgesucht, bei denen das Stadtbild jedoch weitgehend unversehrt blieb. Besonders im 30jährigen Krieg (1618 – 1648) und durch den ‚Schwarze Tod’, die Pest, hatten die Landsberger furchtbar zu leiden. Der Verlust der ‚Salzniederlagerechte’ sowie die Einquartierungen und Plünderungen während der ‚Franzosenkriegen’ bescherte der Stadt einen wirtschaftlicher Niedergang bis hin zur Verarmung, so dass 1801 nur noch etwa 700 Einwohner in Landsberg lebten. Als 1802 durch den Reichsdeputationshauptschluss die geistlichen Fürstentümer und die Reichshauptstädte aufgehoben werden und das Hochstift Augsburg zu Bayern kommt, verliert Landsberg ihren Status als Grenzstadt und ihre militärische Bedeutung.
 
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt sich Landsberg am Lech wieder langsam zu erholen. Die wirtschaftliche Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert war gekennzeichnet durch den Anschluss an das Eisenbahnnetz, die Stationierung einer bayerischen Garnison, die Errichtung einer Haftanstalt und den Bau einer Artilleriekaserne, die Errichtung der Landwirtschaftlichen Lehranstalten und die erste Ansiedlung von Industriebetrieben. Traurige Berühmtheit erlangte die eher geruhsame Kleinstadt Landsberg am Lech durch die Festungshaft von Adolf Hitler in der Landsberger Justizvollzugsanstalt, die Ernennung zur „Stadt der Jugend“ durch die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) mit den dadurch begründeten NS-Aufmärschen, die Arbeitslager des „KZ-Außenkommandos Kaufering des Konzentrationslagers Dachau“ und die Vollstreckung der Todesurteile von Kriegsverbrechern sowie durch ein großes DP-Lager (Displaced Persons) für Überlebende, insbesondere Juden, nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute sind es die Hilfsflüge der Bundeswehr in alle Welt vom Militär-Flugplatz Landsberg-Penzing aus, die für Aufsehen sorgen und Landsberg positiv in die Schlagzeilen der Weltgeschichte bringen.
 
Heute hat sich Landsberg am Lech wieder gemausert und herausgeputzt und gehört zu den aufstrebenden und schönsten mittelalterlichen Städte Bayerns. Mit rund 27.000 Einwohnern ist sie Mittelzentrum und nimmt als wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der Region „Ammersee-Lech“ diese Aufgaben souverän wahr. Neben der Stadtverwaltung beherbergt die Stadt am Lech in ihren Mauern so bedeutende Einrichtungen und Behörden wie Landratsamt, Amtsgericht, Finanzamt, Vermessungsamt, Justizvollzugsanstalt, Staatliches Hochbauamt, Grund-, Haupt- und Förderschulen, Realschule, Gymnasien, Fachoberschule, Berufs- und Berufsfachschulen, das Agrarbildungszentrum, beheiztes Wellenfreibad, Stadttheater, Sportzentrum mit Eissporthalle, benutzerfreundliche Tiefgaragen, ein leistungsfähiges Stadtbussystem, Seniorenheime und Senioreneinrichtungen, praktizierende Ärzte fast aller Fachrichtungen, Zahnärzte und Praxen der verschiedensten Heil- und Heilnebenberufe sowie das Akutkrankenhaus Klinikum Landsberg am Lech und eine Psychiatrische Klinik des Bezirks Oberbayern. Ein umfangreiches Kunst- und Kulturprogramm - wie die Herkomer-Konkurrenz –, eine facettenreiche Straßencafészene und zahlreiche Marktveranstaltungen gewährleisten eine hohe Lebensqualität und sind Anziehungspunkte für den zunehmenden Tourismus. Seine Aufwärtsentwicklung verdankt Landsberg am Lech aber auch seiner verkehrsgünstigen Lage an der „Romatischen Straße am Schnittpunkt der B17 (Augsburg - Füssen - Österreich) mit der A96 (München - Lindau - Schweiz) und in der kulturellen sowie wirtschaftlichen Wechselbeziehung mit München und Augsburg. Es ist mit allen Reisemitteln erreichbar: auf der Straße, mit dem Flugzeug (Int. Flughafen München-FJS sowie Regionalflughafen Augsburg-Mühlhausen) und der Eisenbahn (DB-Linie München-Lindau. Der investorenfreundlichen Ansiedlungspolitik der Verantwortlichen verdankt die Lechstadt seit den 70er Jahren eine weitere positive wirtschaftliche Entwicklung und vor allem einen vielfältigen und damit einen weitgehend krisenfesten Arbeitsplatz- und Branchenmix in den Gewerbe- und Industriegebieten.
 
Landsberg am Lech zeichnet sich aber vor allem durch seine Urbanität, Nutzungsvielfalt und Lebendigkeit aus, und vor allem durch einen ausgeprägten Bürgersinn seiner Bürgerinnen und Bürger. Das historische Kinderfest „Ruethenfest“, bei dem die Landsbergerinnen und Landsberger in vierjährigem Rhythmus wie in einer großen Familie ihre Stadtgeschichte lebendig werden lassen und zu deren Ehren die Hausbesitzer ihre Häuser auf das Schönste herausputzen, ist eines der lebendigen Beispiele. Aus dieser großen stolzen Bürgerfamilie sind so berühmte „Kinder der Stadt“ wie der Astronom Ignaz Kögler, der es als Mandarin in China zu höchsten Ehren gebracht hat, der Baumeister Dominikus Zimmermann, der Erbauer der weltberühmten ‚Wieskirche’ und der in Landsberg nicht nur am Historischen Rathaus seine Bau- und Stuckkunst hinterlassen hat sowie, wie sollte es anderes sein, der weltberühmte deutsch-englische Maler, Portraitist, Komponist, Automobilist, Visionär und Ehrenbürger Landsbergs, Prof. Sir Hubert Ritter von Herkomer hervorgegangen, der so bekannte gekrönte Häupter wie Queen Victoria, Prinzregent Luitpold oder Kaiser Wilhelm II porträtierte, der der Erfinder der ‚Herkomer Konkurrenz’ ist und der Landsberg mit dem Mutterturm verzierte. „Professor Hubert von Herkomer, Mitglied der königlichen Akademien der Künste zu Berlin und London, dessen Wohnsitz ein selbstgebautes großartiges Schloss bei London ist, wurde in dem nahegelegenen Dörfchen Waal (bei Landsberg) geboren Diesen Künstler nun zieht es seit Jahren stets wieder nach Landsberg, und er hat sich am linken Ufer des Lechs eine eigenartige Wohnung erbaut, eine im edelsten romanischen Stil gehaltene Turmanlage, von ihm zu Ehren seiner hier verstorbenen Mutter ‚Mutterthurm’ genannt“, schreibt ein Bahnreisender fasziniert und begeistert 1900 in der Straßburger Post in seinem Artikel ‚Landsberg am Lech und seine Kunstschätze’. Und der berühmte englische Erfinder Sir Joseph Wilson Swan F.R.S. huldigt Landsberg am Lech und Herkomer nach einem Besuch bei Herkomer 1891 in Landsberg am Lech in ‚A Memory by M.E.S. and K.R.S.’, erschienen in 1929 in London auszugsweise „Ich ging durch die Stadt Landsberg, einem sehr hübschen alten Ort, etwas zurückgeblieben und altertümlich, doch sehr malerisch. Der Fluß – heute ein reißender Strom nach dem kürzlichen heftigen Regen – fließt zwischen Herkomers Haus mit dem Mutterturm und der Stadt. Der Mutterturm ist in Wirklichkeit um vieles schöner, als die Photographien davon zeigen“. Dies gilt auch heute noch und ist für Landsberg typisch, ja ist gewissermaßen Markenzeichen. Nur zurückgeblieben ist Landsberg am Lech heute nicht mehr, sondern der Moderne aufgeschlossen und zukunftsorientiert, funktional in historischem Gewand und weltoffen, wohl aber seinem historischen Erbe, seiner Geschichte und seiner Kultur am Lechrain zwischen Altbayern und Schwaben verpflichtet; eine moderne Stadt also mit Tradition und Geschichte. Kein Wunder also, dass einer renommierten deutschlandweiten Umfrage zur Folge Landsberg am Lech zu der Region in Deutschland gehört, in der sich die Menschen am Wohlsten fühlen. Das wünscht Landsberg am Lech seinen Gästen auch.
 
Raimund J. Stolz




Mehr über die Stadt Landsberg am Lech erfahren Sie hier unter www.landsberg.de

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